Sparbriefe als sichere Geldanlage
Mit zu den sichersten Geldanlagen gehören im Allgemeinen auch die Sparbriefe. Je nach genauer Struktur fallen Gelder, die in Sparbriefe angelegt sind, teilweise sogar unter die gesetzliche Einlagensicherung. Aber Vorsicht: das trifft nicht auf jeden Sparbrief zu, sodass sich Anleger diesbezüglich genau informieren sollten. Ausgegeben werden Sparbriefe im Prinzip nur von Banken, und natürlich auch von den Sparkassen, bei denen der Sparbrief meistens unter der Bezeichnung Sparkassenbrief angeboten wird. Zu den Eigenschaften der Sparbriefe zählt beispielsweise die meistens recht lange Laufzeit, die zwischen vier und zehn Jahren beträgt. Zudem ist es so, dass man beim Sparbrief das angelegte Kapital nicht vorzeitig verfügen kann. Da die Sparbriefe nicht an der Börse gehandelt werden, ist auch kein vorzeitiger Verkauf an Dritte möglich. Ein Sparbrief kann allerdings abgetreten werden, und als Kreditsicherheit sind Sparbriefe meistens auch gerne gesehen, da sie keine Gefahr eines Wertverlusts aufweisen, wie es zum Beispiel bei Anleihen ist.
Was die Zinsen betrifft, so handelt es sich bei den Sparbriefen im Normalfall um festverzinsliche Papiere. Die Höhe des Zinssatzes richtet sich oft nach der Laufzeit, wobei es für längere Laufzeiten dann auch höhere Zinsen gibt. Es gibt drei grundsätzliche Sparbrief-Varianten, was den Zeitpunkt der Zinszahlung betrifft, nämlich den normalverzinslichen, den abgezinsten und den aufgezinsten Sparbrief. Beim normalverzinslichen Sparbrief werden die Zinsen einmal im Jahr an den Inhaber ausgezahlt, beim aufgezinsten Sparbrief bis zum Laufzeitende angesammelt und beim abgezinsten Sparbrief schon beim Erwerb in der Form ausgezahlt, dass der Käufer weniger als den Nennwert zahlen muss. Natürlich kann man als Anleger nicht nur in Deutschland von Banken Sparbriefe erwerben, sondern über das Internet können auch Sparbriefe ausländischer Kreditinstitute erworben werden. Wie bei vielen verzinslichen Papieren aus dem Ausland, so gibt es auch beim Sparbrief zwei Argumente, die für einen Kauf im Ausland sprechen können.
Der erste Vorteil, den Anleger möglicherweise nutzen können, wenn Sie in Sparbriefe ausländischer Banken investieren ist, dass der Zinssatz höher als der Zinssatz ist, den Banken in Deutschland anbieten können. Um von diesem möglichen Vorteil zu profitieren muss man sich allerdings schon eine Bank außerhalb der Eurozone aussuchen, denn aufgrund des in der EU einheitlichen Leitzinssatzes ist auch das Niveau der Anlagezinsen in den Ländern der Eurozone recht einheitlich. Bei einem Investment in Sparbriefe von Banken aus einem Nicht-EU-Land kommt dann mitunter auch der zweite Vorteil der Auslandsanlage zum Tragen, nämlich etwaige Gewinne durch eine günstige Währungskursentwicklung. Denn kauft man den Sparbrief beispielsweise bei einer kanadischen Bank und steigt der Wert des kanadischen Dollars in der Folge gegenüber dem Euro, erhält man bei Fälligkeit in Euro umgerechnet mehr Kapital zurück, als man zuvor aufgewendet hat.
